Sicher surfen: VPN-Software im Test

02.06.2021 Wenn Sie im Internet surfen, sind Sie selten unbeobachtet: Ob Sie nun unterwegs E-Mails verschicken, online shoppen oder Ihre Lieblingsserie streamen – Sie hinterlassen dabei immer virtuelle Spuren. Und diese Daten werden oftmals mitgelesen und weiterverwertet, die Privatsphäre leidet. Doch es gibt Abhilfe: Wenn Sie anonym surfen möchten, finden Sie mit einem VPN-Dienst ein Programm, mit dem Sie Ihre IP-Adresse verbergen beziehungsweise anonymisieren. Der Tarnschutz kann aber noch mehr: Sie schalten weltweit exklusive Filme und Serien von Netflix, Amazon Prime Video und Co. frei, da das VPN die Ländersperren der Streaming-Anbieter aufhebt. Oder Sie kaufen dank besserer Konditionen im Ausland online günstiger ein – VPN-Dienste sind so vielseitig wie ein Schweizer Messer. Welches ist der beste VPN-Anbieter? Was ist das sicherste VPN? Im großen VPN-Test haben wir 16 Anbieter miteinander verglichen und unter anderem in Sachen Geschwindigkeit, Sicherheit, Streaming und Bedienkomfort bewertet. Außerdem erfahren Sie, was VPN überhaupt ist, wie anonym Sie tatsächlich über VPN surfen und weiteres Wissenswertes zum Thema.

VPN-Test: 16 Anbieter im Vergleich

Im Test haben wir die größten Anbieter Virtueller Privater Netzwerke (VPN) im Detail ausprobiert und bewertet. Grundsätzlich stehen Clients für nahezu alle gängigen Geräte und Systeme zur Verfügung: Neben klassischen Systemen wie Windows, MacOS oder Linux surfen Sie auch mit einem iPad, iPhone oder Android-Smartphone sicher und anonym. Viele Anbieter bieten zusätzlich auch Browser-Erweiterungen für Firefox, Chrome und Opera an. Einige der VPN-Anbieter erlauben auch die Anbindung Ihres Smart-TVs oder eine Einrichtung direkt auf dem Router. Im VPN-Test haben wir uns dabei auf bezahlpflichtige Clients konzentriert – es gibt zwar auch kostenlose VPN-Tools, diese bieten meist aber nur begrenzt Schutz.


VPN Bestenliste

Platz 1: NordVPN ist Testsieger

Die unangefochtene Nummer Eins.

Funktioniert auf: Windows, Mac, Linux, Android, iOS, Chrome, Firefox, Router, Android-TV | Maximale Gerätezahl: 6 | Länder: 59 | Server: 5.509 | Auslands-Streaming: Netflix, Amazon, BBC iPlayer, Live-TV/Mediatheken | P2P/Torrenting: ja | Datenerfassung: keine (No-Log-Policy) | Gratisversion: nein, aber 30-Tage-Geld-zurück-Garantie

Wenn Sie einen VPN-Dienst suchen, der ausgefeilte Verschleierungs- und Schutzmittel bietet und zudem ein echter Alleskönner ist, führt kein Weg an NordVPN vorbei. Eine sehr gute Verschlüsselung, WireGuard-Unterstützung, eine strikte No-Log-Policy und ausgesuchte Privatsphäre-Funktionen machen den VPN-Anbieter aus Übersee zu einer sicheren Bank für Anwender, die viel Wert auf Anonymität legen. Die Infrastruktur ist ebenfalls top: Über 5.500 Server in rund 60 Ländern bieten eine enorme Auswahl – auch fürs Streaming. Einrichtung und Bedienung gehen leicht von der Hand, und Downloads und Uploads von Dateien laufen zügig durch den VPN-Tunnel. Bewertung: 1,4 (sehr gut)

Zum Angebot: NordVPN

Platz 2: Surfshark – Preis-Leistungs-Sieger (2 Jahres-Abo)

Pfeilschnell und günstig.

Funktioniert auf: Windows, Mac, Linux, Android, iOS, Chrome, Firefox, Fire TV, Spielekonsolen | Maximale Gerätezahl: unbegrenzt | Länder: 65 | Server: 3.200 | Auslands-Streaming: Netflix (teilweise), Amazon, BBC iPlayer, Live-TV/Mediatheken | P2P/Torrenting: ja | Datenerfassung: keine (No-Log-Policy) | Gratisversion: nein, aber 30-Tage-Geld-zurück-Garantie

Mit seinen extrem schnellen Verbindungen und der einfachen Bedienbarkeit zeigt Surfshark einem Großteil der Konkurrenz die Zähne. Der VPN-Client legt keine Datenlogs an, zudem sind Extrafunktionen wie der „No Borders“-Modus nicht bei jedem Anbieter zu finden. Seit neustem ist auch das sichere VPN-Protokoll WireGuard mit an Bord. Kleine Abzüge gibt es lediglich beim Streamen von Netflix. Unschlagbar hingegen ist der sehr günstige Abo-Preis (beim Abschluss eines 2-Jahres-Abos) sowie die Möglichkeit, eine Lizenz auf unbegrenzt vielen Geräten gleichzeitig zu nutzen. Bewertung: 1,5 (gut)

Zum Angebot: Surfshark

Platz 3: ExpressVPN – Bester Leistungsumfang

Der Umfangreiche - viele Apps, auch für Router.

Funktioniert auf: Windows, Mac, Linux, Android, iOS, Chrome, Firefox, Edge, Router, Smart-TVs, Fire TV, Apple TV, Spielekonsolen, Chromecast | Maximale Gerätezahl: unbegrenzt (5 simultan) | Länder: 94 | Server: 3.000 | Auslands-Streaming: Netflix, Amazon, BBC iPlayer, Live-TV/Mediatheken | P2P/Torrenting: ja | Datenerfassung: einige statistische Daten | Gratisversion: nein, aber 30-Tage-Geld-zurück-Garantie

Der VPN-Anbieter ist etwas teurer als andere VPN-Dienste, aber Sie bekommen Top-Qualität für Ihr Geld. Die Verschlüsselung der Verbindungen ist auf technisch höchstem Niveau, und die hauseigene „TrustedServer“-Technologie schafft Vertrauen bei Anwendern, die sich nicht allein auf das Versprechen verlassen möchten, dass keine Daten gespeichert werden. Und kaum ein VPN-Anbieter unterstützt so viele Endgeräte wie ExpressVPN, sogar eine eigene App für Router ist verfügbar. Richtig stark ist auch die Streaming-Performance: Der Dienst entsperrt zuverlässig Auslandskataloge von Netflix und Co. in brillanter Qualität. Nur die Zusatzfunktionen sind etwas mager. Bewertung: 1,7 (gut)

Zum Angebot: ExpressVPN

Platz 4: Hide.me

Verschleierungsprofi mit Expertenfunktionen.

Funktioniert auf: Windows, Mac, Linux, Android, iOS, Chrome, Firefox, Edge, Router, Router, NAS, Fire TV | Maximale Gerätezahl: 10 | Länder: 75 | Server: 1.900 | Auslands-Streaming: Netflix (teilweise), nur US-Amazon, BBC iPlayer, Live-TV/Mediatheken | P2P/Torrenting: ja | Datenerfassung: keine (No-Log-Policy) | Gratisversion: ja, 10 GB pro Monat, 5 Standorte

Hide.me hält genau das, was der Name des VPN-Anbieters verspricht: Anonymität und Sicherheit beim Surfen. Mit seinem klaren, transparenten Auftreten und der strikten No-Log-Policy hat der audit-zertifizierte Dienst seine Hausaufgaben gemacht. Das VPN richtet sich gleichermaßen an Einsteiger wie Fortgeschrittene. Letztere werden die vielen Profi-Funktionen wie "Stealth Guard" zu schätzen wissen. Auch bei der Geschwindigkeit muss sich Hide.me nicht hinter anderen VPN-Diensten verstecken. Beim Streaming zeigt Hide.me allerdings leichte Schwächen, und der Dienst kostet mehr als andere VPN-Anbieter mit vergleichbaren Funktionen. Eine reduzierte Gratis-Version ist verfügbar – die läuft sogar ganz ohne Anmeldung. Der nachfolgende Link führt Sie zu einem extra vergünstigten Angebot. Bewertung: 1,8 (gut).

Zum Angebot: Hide.me

Platz 5: CyberGhost VPN

Mit Spezial-Servern für Streaming, Gaming und Torrents.

Funktioniert auf: Windows, Mac, Linux, Android, iOS, Chrome, Firefox, Router, Smart-TVs, Fire TV, Apple TV, Spielekonsolen | Maximale Gerätezahl: 7 | Länder: 90 | Server: 6.800 | Auslands-Streaming: Netflix, Amazon, BBC iPlayer, Live-TV/Mediatheken | P2P/Torrenting: ja | Datenerfassung: keine (No-Log-Policy) | Gratisversion: 1-Tag-Trial, 45-Tage-Geld-zurück-Garantie

Das Urgestein unter den VPN-Anbietern ruht sich nicht auf dem Erfolg aus, sondern baut seinen Anonymisierungsdienst kontinuierlich weiter aus. Pluspunkte sammelt CyberGhost VPN mit seiner klaren, einfachen Bedienung und den vielen Spezial-Servern für Gaming, Streaming und Torrents. Mit über 6.800 Server in über 90 Ländern ist die Standortauswahl riesig. Im Geschwindigkeitstest traten allerdings leichte Schwächen auf und einige Extras wie Multi-Hop fehlen. Dank Standort, Firmenpolitik und einer fast makellosen Streaming-Performance gehört der VPN-Anbieter aber verdient zu den Top 5. Bewertung: 1,9 (gut).

Zum Angebot: CyberGhost VPN

Platz 6: ProtonVPN

Premium-Sicherheit aus der Schweiz.

Funktioniert auf: Windows, Mac, Linux, Android, iOS | Maximale Gerätezahl: 5 (im Plus-Tarif) | Länder: 55 | Server: 1.232 | Auslands-Streaming: Netflix, Amazon, BBC iPlayer, Live-TV/Mediatheken | P2P/Torrenting: ja | Datenerfassung: einige statistische Daten | Gratisversion: ja, Server in 3 Ländern

Der schweizer VPN-Anbieter ProtonVPN macht gegenüber dem Vorjahrestest an Boden gut. Denn inzwischen entsperrt er mühelos Auslandskataloge von Netflix, Amazon Prime Video und anderen Anbietern und überträgt Videos ohne Ruckeln. Daneben gibt es Spezial-Server für Multi-Hop (Secure Core) und Tor. Auch bei der Geschwindigkeit macht das VPN einen Satz nach vorne und liefert hervorragende Ergebnisse bei Download, Upload und Ping. Die Oberfläche ist ein echter Hingucker, und regelmäßige Audits bescheinigen dem Dienst eine gute Sicherheit. Etwas wenige Zusatzfunktionen und eine fehlende WireGuard-Unterstützung verhindern eine bessere Bewertung. Bewertung: 1,9 (gut).

Zum Angebot: ProtonVPN

Platz 7: VyprVPN

Extra-Verschleierung mit Chameleon-Technik.

Funktioniert auf: Windows, Mac, Linux, Android, iOS, Router, Smart-TVs | Maximale Gerätezahl: 5 | Länder: 70 | Server: 700 | Auslands-Streaming: Netflix, Amazon, BBC iPlayer, Live-TV/Mediatheken | P2P/Torrenting: ja | Datenerfassung: einige statistische Daten | Gratisversion: nein, aber 30-Tage-Geld-zurück-Garantie

VyprVPN stammt ebenfalls aus der Schweiz und überzeugt mit ähnlich guter Transparenz und Sicherheit. Im Gegensatz zum eidgenössischen Mitbewerber ProtonVPN hat VyprVPN auch das neue WireGuard im Programm. Der VPN-Client bietet mit seiner Chameleon-Verschlüsselung auf OpenVPN-Basis sowie dem hauseigenen VyprDNS echte Alleinstellungsmerkmale. Besonders in Ländern mit beschränktem Internet spielt VyprVPN seine Stärken aus. Geoblockaden sind ebenfalls kein Hindernis für Netflix-Fans, der VPN-Anbieter entsperrt sehr viele Netflix-Regionen. Die Zusatzfunktionen sind aber recht mager und die Infrastruktur ist mit rund 700 Servern ausbaufähig. Bewertung: 2,0 (gut).

Zum Angebot: VyprVPN

Platz 8: Windscribe

Kanadischer VPN-Dienst mit Gratisversion.

Funktioniert auf: Windows, Mac, Linux, Android, iOS, Chrome, Firefox, Opera, Fire TV, Kodi, Nvidia Shield | Maximale Gerätezahl: unbegrenzt | Länder: 63 | Server: 110 | Auslands-Streaming: Netflix, Amazon, BBC iPlayer, Live-TV/Mediatheken | P2P/Torrenting: ja | Datenerfassung: einige statistische Daten | Gratisversion: ja, 10 GB, 10 Länder

Ein VPN-Anbieter der unbegrenzten Möglichkeiten – zumindest fast: Der VPN-Dienst überzeugt mit hervorragender Verschlüsselung, ausgezeichneter Kompatibilität, vielen Zusatzfunktionen und starker Streaming-Performance. Und das alles für einen günstigen Preis. Als einer der wenigen VPN-Anbieter können Sie Windscribe mit leichten Einschränkungen sogar kostenlos nutzen. Kleiner Wermutstropfen: Beim Tempo sind andere schneller unterwegs, und der Firmensitz in Kanada – einem Mitgliedsland der Geheimdienst-Allianz "Five Eyes" – lässt Zweifel aufkommen, wenn es um die hundertprozentige Privatsphäre geht. Bewertung: 2,1 (gut).

Zum Angebot: Windscribe

Platz 9: Mullvad VPN

Der VPN-Maulwurf aus Schweden.

Funktioniert auf: Windows, Mac, Linux, Android, iOS | Maximale Gerätezahl: 5 | Länder: 36 | Server: 764 | Auslands-Streaming: nur US-Netflix & US-Amazon, Live-TV/Mediatheken | P2P/Torrenting: ja | Datenerfassung: keine (No-Log-Policy) | Gratisversion: nein, aber 30-Tage-Geld-zurück-Garantie

Der schwedische VPN-Anbieter Mullvad VPN setzt in Sachen Bezahlung und Anmeldung neue Maßstäbe: Nutzer können sich ohne die Angabe einer E-Mail-Adresse registrieren und neben der anonymen Bezahlung mit Kryptowährung ist auch Barzahlung vorgesehen. Die Sicherheitsarchitektur mit WireGuard und Premium-Verschlüsselung überzeugte sogar Mozilla. Der Firefox-Entwickler hat für sein neues Mozilla VPN Infrastruktur und Technik der Schweden übernommen. Allerdings sorgen Design und Benutzerfreundlichkeit für einige Minuspunkte. Und beim Streaming offenbaren sich große Schwächen, sodass es für Mullvad VPN insgesamt nur zu Platz 9 reicht. Bewertung: 2,6 (befriedigend).

Zum Angebot: Mullvad VPN

Platz 10: ZenMate

Deutscher VPN-Dienst mit einfacher Bedienung.

Funktioniert auf: Windows, Mac, Chrome, Firefox, Opera, Fire TV, Apple TV, Smart-TVs | Maximale Gerätezahl: unbegrenzt | Länder: 78 | Server: 2.800 | Auslands-Streaming: nur US-Netflix, BBC iPlayer, Live-TV/Mediatheken | P2P/Torrenting: ja | Datenerfassung: einige statistische Daten | Gratisversion: ja (nur als Browser-Erweiterung), 4 Länder + 7-Tage-Trial

In die Top 10 reiht sich mit ZenMate auch ein VPN-Anbieter aus Deutschland ein. An der Sicherheit gibt es nichts zu mäkeln: Sichere AES-256-Verschlüsselung und Unterstützung von OpenVPN und IKEv2 bilden einen soliden Unterbau. WireGuard hat ZenMate allerdings nicht im Programm. Der VPN-Dienst lässt sich außerdem auf einer unbegrenzten Anzahl von Geräten nutzen, auch gleichzeitig. Die Standort- und Serverauswahl hat sich im Vergleich zum letzten Test deutlich vergrößert. US-Netflix entsperrt ZenMate mühelos und deutsches Netflix aus dem Ausland ist ebenfalls möglich. Bei anderen Netflix-Regionen muss das VPN allerdings passen und auch sonst ist der Dienst recht mager ausgestattet. Bewertung: 2,7 (befriedigend).

Zum Angebot: ZenMate

Platz 11: Avira Phantom VPN Pro

Solides Einsteiger-VPN vom Sicherheitsexperten.

Funktioniert auf: Windows, Mac, Android, iOS, Chrome, Firefox, Opera, Safari | Maximale Gerätezahl: unbegrenzt | Länder: 37 | Server: 1.400 | Auslands-Streaming: nur US-Netflix & US-Amazon, Live-TV/Mediatheken | P2P/Torrenting: ja | Datenerfassung: einige statistische Daten | Gratisversion: ja 1 GB Datenvolumen

Der deutsche Sicherheitsanbieter Avira hat ebenfalls ein VPN im Programm. Mit einer Avira-Lizenz können Sie so viele Geräte verbinden, wie Sie möchten. Als einer der wenigen VPN-Anbieter hat Avira hier keine Beschränkung vorgesehen. Die Bedienung ist unkompliziert und einsteigerfreundlich. An der Sicherheit gibt es dank Top-Verschlüsselung ebenfalls nichts zu bemängeln und die Geschwindigkeiten sind gut. US-Netflix und das amerikanische Angebot von Amazon Prime Video sind mit Phantom VPN Pro möglich. Das VPN bietet nur wenige Zusatzfunktionen, wichtige Features wie Malware- und WLAN-Schutz sind aber enthalten – insgesamt ist Phantom VPN Pro ein grundsolider VPN-Dienst. Bewertung: 2,7 (befriedigend).

Zum Angebot: Avira Phantom VPN Pro

Platz 12: Bitdefender Premium VPN – Preis-Leistungs-Sieger (1 Jahres-Abo)

Das schnellste VPN – aber wenig Funktionen.

Funktioniert auf: Windows, Mac, Android, iOS | Maximale Gerätezahl: 10 | Länder: 27 | Server: 1.300 | Auslands-Streaming: Netflix (teilweise), nur US-Amazon, Live-TV/Mediatheken | P2P/Torrenting: ja | Datenerfassung: einige statistische Daten | Gratisversion: ja, aber nur bei Kauf eines Sicherheitsprodukts von Bitdefender

Auf der Habenseite steht der günstige Preis des VPN-Dienstes und die solide Sicherheit. Doch in der Praxis hat die Konkurrenz weitaus Besseres zu bieten, auch im Hinblick auf den Datenschutz agieren andere VPN-Anbieter transparenter. Bitdefender Premium VPN entsperrt dafür zuverlässig Netflix-Bibliotheken in den USA und im Vereinigten Königreich. Seinen größten Trumpf spielt das VPN der rumänischen Sicherheitsexperten beim Tempo aus – im Test war kein anderer VPN-Anbieter schneller. Und zumindest im ersten Vertragsjahr ist das VPN ausgesprochen günstig und daher Preis-Leistungs-Tipp beim 1-Jahres-Plan. Bewertung: 2,9 (befriedigend).

Zum Angebot: Bitdefender Premium VPN

Platz 13: Perfect Privacy

Profi-VPN mit Fokus auf Sicherheit.

Funktioniert auf: Windows, Mac, Android | Maximale Gerätezahl: unbegrenzt | Länder: 25 | Server: 58 | Auslands-Streaming: BBC iPlayer, Live-TV/Mediatheken | P2P/Torrenting: ja | Datenerfassung: keine (No-Log-Policy) | Gratisversion: nein, aber 7-Tage-Geld-zurück-Garantie

Der VPN-Anbieter verspricht perfekte Privatsphäre und hat den Mund nicht zu voll genommen. Die Sicherheitsfunktionen sind Extraklasse und mit der NeuroRouting-Technik bietet Perfect Privacy ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Streaming-Fans sollten sich allerdings woanders umschauen – zum Entsperren von ausländischen Inhalten von Netflix & Co. ist der Dienst nicht geeignet. Beim Download von Dateien verzeichnet das VPN außerdem Tempo-Einbußen von knapp 10 Prozent – das ist nur Mittelfeld. Der Dienst richtet sich zudem eher an Fortgeschrittene, die Bedienung ist vergleichsweise kompliziert und außer einem Werbeblocker und Tracking-Schutz gibt es kaum Extras.

Zum Angebot: Perfect Privacy

Platz 14: Avast SecureLine VPN

Flott unterwegs, aber mit Verbindungsproblemen.

Funktioniert auf: Windows, Mac, Android, iOS, Chrome, Firefox, Smart-TVs | Maximale Gerätezahl: 10 | Länder: 34 | Server: 700 | Auslands-Streaming: Nur US-Netflix, Amazon, BBC iPlayer, Live-TV/Mediatheken | P2P/Torrenting: ja | Datenerfassung: einige statistische Daten | Gratisversion: 7-Tage-Trial, 30-Tage-Geld-zurück-Garantie

Optisch orientiert sich SecureLine VPN an HMA, das ebenfalls zu Avast gehört. Der VPN-Dienst bietet eine solide Sicherheit, Merkmale wie Multi-Hop fehlen aber. Die Server-Infrastruktur ist relativ klein und nicht alle ausgewiesenen Spezial-Server für Streaming führen auch zum Ziel. Die Bedienung ist dagegen einfach und die Zusatzfunktionen sind okay. Schade, dass Split-Tunneling nur unter Android zu Verfügung steht. Bei der Tempomessung war der VPN-Anbieter recht flott unterwegs, der Ping ist mit durchschnittlich 41 Millisekunden aber mangelhaft. Auch fielen im Test viele Verbindungsunterbrechungen negativ auf. Insbesondere letztere verhindern eine bessere Platzierung. Bewertung: 3,2 (befriedigend)

Zum Angebot: Avast SecureLine VPN

Platz 15: HMA VPN (HideMyAss)

Einfach zu bedienen, jedoch schwache Performance.

Funktioniert auf: Windows, Mac, Linux, Android, iOS, Chrome, Firefox, Router, Smart-TVs, Apple TV | Maximale Gerätezahl: 5 | Länder: 210 | Server: 1.070 | Auslands-Streaming: nur US-Netflix, Amazon, BBC iPlayer, Live-TV/Mediatheken | P2P/Torrenting: ja | Datenerfassung: keine (No-Log-Policy) | Gratisversion: ja (nur als Browser-Erweiterung), 5 Länder

Abgesehen von der riesigen Länderauswahl mit Serverstandorten in über 210 Ländern, darunter auch viele exotische Standorte, gibt HMA (früher: HideMyAss) ein ähnliches Bild ab wie SecureLine VPN. Und dazu zählen auch die zahlreichen Verbindungsunterbrechungen, die dem VPN-Anbieter einen Strich durch die Rechnung machen. Zwar ist HMA auf eine strikte No-Log-Policy umgeschwenkt und hat die Sicherheit seines VPN-Dienstes von unabhängiger Stelle prüfen lassen. Letztlich aber kann HMA damit das Ruder nicht herumreißen und ordnet sich aufgrund vorhandener Schwächen auf dem vorletzten Platz ein. Bewertung: 3,4 (befriedigend).

Zum Angebot: HMA VPN

Platz 16: Kaspersky Secure Connection

Kein anonymes Surfvergnügen – VPN bricht Verbindung ab.

Funktioniert auf: Windows, Mac, Android, iOS | Maximale Gerätezahl: 5 | Länder: 40 | Server: 300 | Auslands-Streaming: Netflix (teilweise), nur US-Amazon, Live-TV/Mediatheken | P2P/Torrenting: unbekannt | Datenerfassung: einige statistische Daten | Gratisversion: ja, 200 MB Gratisvolumen pro Tag, 1 Standort

Der bekannte russische Anbieter von Security-Software hat seit geraumer Zeit auch ein VPN im Programm. Doch bislang kann Kaspersky seine Stärken hier noch nicht so recht ausspielen. Die Verschlüsselung ist mit AES-256 zwar gut und es gibt auch keine Leaks. Doch darüber hinaus fallen einem abgesehen vom günstigen Jahrespreis nur wenige Kaufgründe ein. Die Serverzahl ist gering, und der Dienst ist für Netflix-Fans nur bedingt geeignet. Die Datenschutzbedingungen sind intransparent und die App hat kaum Funktionen. Die rote Karte gibt es aber wegen der ständigen Verbindungsabbrüche, die im Dauertest aufgetreten sind. Bewertung: 5,0 (mangelhaft).

Zum Angebot: Kaspersky Secure Connection

Schnell und sicher surfen: Die Testkriterien

Tipp: Bei vielen der besten VPN-Anbietern gibt es eine kostenlose Testphase innerhalb derer Sie den Client auf Herz und Nieren prüfen können. Wer sich die individuelle Testphase sparen bzw. abkürzen möchte, findet in unserem ausführlichen VPN-Test eine Entscheidungshilfe. In folgenden Punkten haben wir NordVPN und andere Anbieter miteinander verglichen:

  • Leistung und Geschwindigkeit: Oftmals wird VPN-Verbindungen nachgesagt, dass sie das Surfvergnügen in Sachen Geschwindigkeit deutlich reduzieren. Bei den Testsiegern ist das anders. Diese überzeugen mit kurzen Reaktionszeiten und bauen Webseiten im sicheren Browser rasend schnell auf - egal, ob Sie am iPad oder am Windows-Computer surfen. Auch Downloads und Uploads von Dateien funktionieren ohne erhebliche Einbußen. Entscheidend für eine leistungsfähige Verbindung ist, egal wo Sie sich gerade aufhalten, auch eine möglichst große Anzahl an Servern in unterschiedlichen Ländern.
  • Sicherheit: Damit Sie tatsächlich komplett sicher surfen, sind die Daten im Idealfall bei der Übertragung voll verschlüsselt. Einige der Testkandidaten zeigen hier kleine Schwächen, indem Sie beispielsweise Metadaten nicht entsprechend schützen. Gute Anbieter bieten zudem die Möglichkeit an, über mehrfach verschlüsselte VPN-Verbindungen ans gewünschte Ziel zu surfen, sogenannte kaskadierte VPN-Verbindungen, auch „Multi Hop“ genannt. Das Verfahren zerrt zwar an der Geschwindigkeit, bietet aber ein zusätzliches Plus an Sicherheit.
  • Unterstützung von Streaming-Diensten: Auch und gerade beim Abruf von Streaming-Inhalten ist eine stabile Geschwindigkeit sehr gefragt. Viele der VPN-Programme im Test unterstützen ausgewählte Plattformen, wie Netflix, Amazon Prime Video, Sky oder YouTube. Haben Sie hier Präferenzen, sollten Sie vor dem Abschluss eines kostenpflichtigen Abos genau hinschauen, ob Ihr Streaming-Anbieter von dem VPN-Client Ihrer Wahl unterstützt wird.
  • Bedienung: Um Inkognito surfen zu können zwar nicht entscheidend und dennoch gerade für Einsteiger wichtig, ist die einfache Bedienung eines VPN-Clients. In der Regel werden Sie durch das Hinzufügen von Geräten, das Einrichten und Konfigurieren Schritt für Schritt geführt. Erklärungen und nützliche Hinweise finden Sie oftmals entweder auf der Website des VPN-Anbieters oder direkt innerhalb des Programms.
  • Zusatzfunktionen: Gute VPN-Dienste bieten außerdem hilfreiche Zusatzfunktionen, wie beispielsweise einen Werbeblocker oder einen Tracking-Schutz, die verhindern, dass neugierige Marketing-Firmen Ihre Surfgewohnheiten auslesen und für ihre Zwecke nutzen. Aber auch Funktionen wie das sogenannte Split-Tunneling sind sinnvoll: Damit entscheiden Sie, welche Anwendungen durch den VPN-Tunnel geschickt werden – und welche nicht. Eine gezielte Steuerung des Datenstroms bringt Performance-Vorteile.
  • Zahlungsmöglichkeiten: In der Regel haben Sie bei allen VPN-Programmen im Test die Wahl zwischen allen gängigen Bezahlwegen – etwa verschiedene Kreditkarten, PayPal und die Sofortüberweisung. Die besten VPN-Anbieter im Test setzen außerdem auch beim Bezahlen auf volle Anonymität und bieten die Zahlweise Kryptowährung (zum Beispiel mit Bitcoins) an.

Die besten Anbieter im VPN-Test kosten knapp über 70 Euro im Jahr – eine lohnende Investition, um anonym zu surfen. In der Bestenliste finden Sie allerdings auch deutlich günstigere Angebote, wie unsere Preis-Leistungs-Sieger Surfshark und Windscribe. Grundsätzlich können Sie auch mit den Schnäppchen erfolgreich Ihre IP-Adresse verbergen und so deutlich sicherer surfen. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Clients und wie diese bei den oben beschriebenen Punkten abschneiden, erfahren Sie auf den jeweiligen Detailseiten der VPN-Software.

VPN-Anbieter Vergleich: Auswahlkriterien

Unser Test zeigt, dass viele der VPN-Anbieter gut geeignet sind, um schnell und anonym im Internet zu surfen. Um leichter zu einer Entscheidung für einen Client zu kommen, erklären wir Ihnen im Folgenden einige wichtige Eigenschaften und worauf Sie beim Vergleich achten sollten.

  1. Standorte der Server: Viele der VPN-Programme im Test haben hunderte Server in dutzenden Ländern weltweit. Doch die Menge allein macht noch kein gutes VPN. Wenn es Ihnen ausschließlich darum geht, die IP-Adresse zu verbergen und Daten zu verschlüsseln und dabei auch weiterhin mit maximaler Geschwindigkeit zu surfen, sollten Sie darauf achten, dass die genutzten Server in Ihrer Nähe stehen. Wenn Sie Ländersperren (sogenanntes Geoblocking) umgehen möchten, achten Sie darauf, dass in dem jeweiligen Zielland möglichst viel VPN-Server stehen. Ein Beispiel macht es klarer: Wenn Sie häufig auf Inhalte aus den USA zugreifen möchten, sollte Ihr VPN-Anbieter entsprechend Server dort stehen haben.
  2. Transparenz des Anbieters: Der VPN-Client verschleiert Ihre Identität im Netz – und gleichzeitig geben Sie dem Anbieter gegenüber oftmals selbst viele sensible Daten preis, beispielsweise wenn Sie den Client auf Ihren verschiedenen Geräten installieren. Achten Sie deswegen unbedingt darauf, dass der Anbieter transparent kommuniziert, wie mit Ihren Daten umgegangen wird, insbesondere wo der Hauptsitz des Unternehmens ist, mit denen Sie einen Nutzungsvertrag abschließen. Entsprechend dieser Daten gelten nämlich die Datenschutzrichtlinien des jeweiligen Landes – und diese sind teilweise sehr unterschiedlich. Gut zu wissen: In unserem großen VPN-Test finden Sie ausschließlich vertrauenswürdige VPN-Anbieter.
  3. Ihre bevorzugte Software: Viele der hier vorgestellten Clients sind kompatibel mit allen gängigen Betriebssystemen und Geräten. Überlegen Sie dennoch im Vorwege, ob und wie viele Windows-Computer, MacBooks sowie mobile Geräte wie Android-Smartphones und iPads oder iPhones Sie mit dem VPN anonymisieren wollen und prüfen Sie gegebenenfalls. die Detailbeschreibung eines Anbieters, ob dieser alle Geräte und Systeme abdeckt. Wenn Sie Streaming-Dienste über VPN nutzen möchten, sollten Sie auch hier genau hinschauen, ob Netflix, Amazon Prime Video, Sky und Co. unterstützt werden.

Was ist VPN?

VPN ist die Abkürzung für Virtuelles Privates Netzwerk. Die hier vorgestellten Tools eröffnen quasi einen geheimen Tunnel zwischen Ihrem Windows-Computer, Android-Smartphone, iPhone oder iPad und den verschiedenen Webinhalten. Um zu verstehen, warum das überhaupt nötig ist und wie die Technik VPN genau funktioniert, erklären wir zuerst, wie surfen im Internet bzw. das Internet an sich überhaupt funktioniert:

Um eine Webseite bzw. URL aufrufen zu können, nutzt der Computer, das iPad oder jedes andere Gerät eine IP-Adresse – mit der Zahlenfolge kann das Gerät identifiziert und Daten können empfangen werden. Außerdem verbindet sich das Gerät über die Adresse mit dem jeweiligen Provider, um eine Internetverbindung herzustellen. Zusätzlich kontaktieren Sie bei der Abfrage einer URL einen Domain Name System (DNS) Server, der Ihnen die zugehörige IP-Adresse einer URL zurückgibt. Ihr Provider bzw. der Server des Providers verbindet Sie dann mit dieser IP-Adresse: die URL wird aufgerufen.

Bei einem Website-Aufruf gehen Ihre Daten bzw. Ihr IP-Adresse also durch mehrere Hände: Sowohl der DNS-Server beziehungsweise der Anbieter dieses Servers, als auch der Betreiber der Website, die Sie aufrufen, kann mit Hilfe ihrer einzigartigen IP-Adresse Bewegungsprofile erstellen. Und anschließend verschiedene Daten über Sie speichern, die zum Beispiel zum Versenden von (unerwünschter) Werbung genutzt werden.

Wie funktioniert VPN?

Um sich anonym im Browser bewegen zu können, verschlüsselt eine VPN-Software Ihre Daten bzw. verbirgt Ihre IP-Adresse. Die Technologie baut quasi einen von außen nicht einsehbaren Tunnel zwischen zwei Endpunkten auf. Diese Endpunkte können Android-Smartphones oder iPads, smarte Fernseher und nahezu jedes andere internetfähige Gerät sein. Die tatsächliche Sicherheit hängt vom verwendeten VPN-Protokoll ab. Als sehr sicher gilt beispielsweise eine 256-Bit-Verschlüsselung, die für nahezu alle Geräte und Systeme verfügbar ist. Vor dem Versenden einer Anfrage verschlüsselt der Computer oder das iPad die Daten und sendet diese ans Ziel, also an den entsprechenden Server des Website-Betreibers. Dort werden die Daten entschlüsselt, gelesen und die Antwort wird ebenfalls wieder verschlüsselt und zurückgesendet.

Die hier vorgestellten VPN-Anbieter übernehmen dabei eine Vermittler- bzw. Stellvertreterrolle: Die VPN-Software verbindet Ihren Windows-Computer oder das iPhone mit dem jeweiligen angefragten Web-Angebot. Dabei ruft der Sever des Anbieters die Seite für Sie auf und gibt das Ergebnis an Sie weiter – die angefragten Seiten und Dienste sehen nur die IP-Adresse des VPN-Clients, nicht aber Ihre.

Anwendungsfälle und Vorteile von VPN-Verbindungen

Kritiker sagen, dass VPN-Verbindungen vor allem dafür genutzt werden illegale Machenschaften im Netz zu verschleiern – etwa die Nutzung von Tauschbörsen. Ein Vorurteil, denn richtig und legal verwendet, bietet VPN vor allem eines: anonymes und sicheres Surfen im Internet. Folgende Vorteile bei Internetnutzung bringen die VPN-Programme:

  1. Vermeidung von Filterblasen: Wer kennt es nicht: Beim Surfen im Internet tauchen auffällig häufig Links und Werbeanzeigen auf, die zu den eigenen Interessen passen oder Produkte zeigen, die man sich gerade erst bei Amazon oder auf einer anderen Shopping-Plattform angeschaut hat. Was auf der einen Seite praktisch klingt, birgt auf der anderen Seite die Gefahr, dass Sie nur stark gefilterte Inhalte sehen und es zunehmend schwierig wird, sich eine wirklich fundierte Meinung zu bilden – angefangen bei eher profanen Sachen, wie dem qualitativ hochwertigstem Staubsauger, bis hin zu politischen Geschehnissen, die auf Grund Ihres Browser-Verlaufs eventuell nur sehr einseitig beleuchtet werden. Wer das vermeiden möchte, kann mit Hilfe eines VPN-Clients die eventuelle Filterblase abschalten oder zumindest eindämmen.
  2. Wahrung der Privatsphäre: Spätestens seit der WikiLeaks-Affäre ist das Thema Datensicherheit und der Schutz der virtuellen Privatsphäre für jeden präsent. Wer hier gezielt etwas tun möchte, ist mit einer VPN-Software auf dem richtigen Weg.
  3. Geoblocking umgehen: Viele Shopping-Plattformen, aber auch Streaming-Anbieter, die international verfügbar sind, grenzen ihr Angebot länderspezifisch ein – so gibt es beispielsweise Serien auf Netflix, die nur in Amerika verfügbar sind oder Sie finden im Spanienurlaub bei Ihrer Online-Recherche auf Amazon andere Angebote, als zurück in Deutschland. Da die VPN-Anbieter meist Server in aller Welt haben, lässt sich mit Hilfe des Clients das sogenannte Geoblocking oftmals umgehen beziehungsweise Sie simulieren mit Hilfe des Clients, dass Sie eine ausländische Website aus dem gleichen Land aufrufen. Beachten Sie dabei jedoch, dass der virtuelle Ortswechsel per VPN gesetzlich zwar nicht verboten ist, viele Unternehmen diesen in Ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen jedoch ausschließen. Im schlimmsten Fall werden Sie dann von der Nutzung des Angebots ausgeschlossen.
  4. Sicheres Surfen im offenen WLAN: Gerade wenn Sie viel unterwegs sind, surfen Sie wahrscheinlich häufiger in offenen WLANs – so wie viele andere. Und gerade das kann ein Sicherheitsproblem sein, denn Sie wissen nie, wer noch in dem Netzwerk eingeloggt ist und ob dieser nicht eventuell Ihre Daten abfischt. Um hier auf der sicheren Seite zu sein, ist auch in diesem Fall die Verwendung einer VPN-Software auf dem Handy oder iPad nützlich. Wenn Sie zu Hause einen Router mit entsprechender Funktion haben, zum Beispiel eine Fritzbox, können Sie Ihr Heimnetzwerk so konfigurieren, dass Sie von unterwegs über einen VPN-Client sicher innerhalb Ihres privaten Netzwerks surfen.

Inkognito surfen: Expertenmeinungen

Anonym surfen und keine virtuellen Spuren hinterlassen ist das Ziel eines VPN-Clients. Doch wenn man genau hinschaut, ist die totale Anonymität auch über VPN nicht möglich. Die Rückverfolgung und Zuordnung der Spuren zu einer Person wird zwar deutlich schwieriger – Profis können aber verschiedene Daten feststellen:

  • Beim VPN-Anbieter: Sogenannte Logfiles sind Protokolle über Zugriffe auf Websites bzw. Server. Auch wenn viele Provider behaupten, dass Sie gar keine Nutzerdaten speichern, ist die Wahrscheinlichkeit schon aus technischer Notwendigkeit heraus hoch, dass zumindest entsprechende Logfiles von VPN-Anbietern erstellt und gespeichert werden.
  • Beim Surfen bzw. im Browser: Die VPN-Software verschleiert zwar Ihre IP-Adresse, kann aber nicht verhindern, dass andere Meta-Daten beim Surfen vom Browser aufgezeichnet werden. Zum sogenannten OS- und Browser-Fingerprinting gehören beispielsweise Informationen über das verwendete Betriebssystem, also beispielsweise ob Sie mit der neuesten Windows-Version oder einem iOS-Gerät unterwegs sind, den verwendeten Browser, zum Beispiel Firefox, Opera oder Safari, und die Fenstergröße, die Hinweise darauf gibt, wie groß das verwendete Display ist. Um auch diese Spuren zu verwischen, gibt es separate Software.
  • Beim Provider: Mit Hilfe eines VPN-Programms verbergen Sie Ihre IP-Adresse. Ihr Provider erhält nur die Information, dass Sie dieses Tool nutzen, nicht aber, was genau Sie damit im Internet tun. Was toll klingt, soll für manchen Geheimdienst schon ein Signal sein, dass Sie etwas zu verbergen haben. VPN-Nutzer stehen also im Generalverdacht. Im Regelfall sollte das jedoch keine Konsequenzen für Sie haben.

Anonym surfen: Tipps für einen sicheren Browser

Ob mit oder ohne VPN-Client: Wenn Sie im Internet surfen, sind Firefox, Opera und andere Browser oftmals eine beliebte Sicherheitslücke. Doch mit wenigen Klicks können Sie – ergänzend zu der Einrichtung einer VPN-Verbindung – aus einem Standard-Browser einen sicheren Browser machen.

  1. Privater Modus: Firefox, Chrome und Co. verfügen über einen „privaten Modus“ (auch Inkognito-Fenster oder privates Surfen genannt). Aktivieren Sie diesen, speichern Firefox und Co. keine Cookies, Verlaufsdaten, Passwörter und Download-Infos – so erhalten Sie quasi einen anonymen Browser.
  2. Installieren Sie Add-Ons: Wie oben bereits erwähnt, gibt es (teils kostenlose) Tools, mit denen Sie verhindern können, dass Browser-Informationen gespeichert werden (sogenanntes Browser-Fingerprinting) – damit ist die Zahl der nützlichen Sicherheits-Add-Ons allerdings noch nicht ausgeschöpft. Unterdrücken Sie gezielt das Tracking durch Google Analytics und anderen Tools, unterbinden Sie die Datenübertragung an Facebook oder stellen Sie Ihren sicheren Browser so ein, dass nur verschlüsselte Inhalte geladen werden. Die meisten Browser bringen von Hause aus außerdem sogenannte Werbeblocker mit, die lästige Pop-ups unterdrücken.
  3. Warnung von Schad-Software: Neben einer funktionierenden Antiviren-Software, die Sie auf jedem internetfähigen Gerät installiert haben sollten, bringen auch viele sichere Browser Funktionen gegen Schad-Software mit. „Safe Browsing“ heißt diese Funktion zum Beispiel bei Google Chrome, die automatisch unsichere und gefährliche Websites blockiert. Außerdem gibt es sichere Browser, die auf die sogenannte Sandboxing-Technologie setzen: Der Browser funktioniert unabhängig vom übrigen System, die Installation von Schad-Software wird verhindert. Praktisch: Einige der von uns getesteten VPN-Clients sind Teil einer ganzen Sicherheits-Suite, d. h. Sie können nicht nur ein Abo für den VPN-Tunnel abschließen, sondern auch Antiviren-Software und andere Sicherheitsprogramme herunterladen und nutzen.

Vergleich: Die besten VPN-Anbieter 2021

Platzierung Produkt COMPUTER BILD-Testnote    
1. NordVPN 1,4 (sehr gut) Zum Testbericht Zum Angebot
2. Surfshark 1,5 (gut) Zum Testbericht Zum Angebot
3. ExpressVPN 1,7 (gut) Zum Testbericht Zum Angebot
4. Hide.me 1,8 (gut) Zum Testbericht Zum Angebot
5. CyberGhost VPN 1,9 (gut) Zum Testbericht Zum Angebot
6. ProtonVPN 1,9 (gut) Zum Testbericht Zum Angebot
7. VyprVPN 2,0 (gut) Zum Testbericht Zum Angebot
8. Windscribe 2,1 (gut) Zum Testbericht Zum Angebot
9. Mullvad VPN 2,6 (befriedigend) Zum Testbericht Zum Angebot
10. ZenMate 2,7 (befriedigend) Zum Testbericht Zum Angebot
11. Avira Phantom VPN Pro 2,7 (befriedigend) Zum Testbericht Zum Angebot
12. Bitdefender Premium VPN 2,9 (befriedigend) Zum Testbericht Zum Angebot
13. Perfect Privacy 2,9 (befriedigend) Zum Testbericht Zum Angebot
14. Avast SecureLine VPN 3,2 (befriedigend) Zum Testbericht Zum Angebot
15. HMA VPN (HideMyAss) 3,4 (befriedigend) Zum Testbericht Zum Angebot
16. Kaspersky Secure Connection 5,0 (mangelhaft) Zum Testbericht Zum Angebot